Donnerstag, 28. Februar 2008

Noch halb da - schon halb weg!

Wie die Zeit vergeht. Noch drei Wochen und ich ziehe mich wieder zurück in heimische Gefilde, wo ich auf wilde englische Zeiten wehmütig zurückblicken werde. Es wird hart, es wird nie wieder wie es war. Aber trotzdem sehne ich mich nach Hause, wo nicht alles so oberflächlich und absehbar ist wie hier. Es ist halt immer schwer wenn etwas zu Ende geht, waren das noch Zeiten..., könnte ich nur nochmal zurück..., die beste Zeit meines Lebens ist vorbei...! Schöne Erinnerungen tun gut , aber gleichzeitig weh. Von den Menschen die mir wichtig sind, kann keiner diese Gefühle nachvollziehen, sie sind wie ein verborgener Teil von mir. Ich würde die letzten drei Wochen gerne noch mehr erleben und alles ganz intensiv - aber die Zulassungsarbeit wartet...Doch nach Andi und meinen Augsburger Mädels kann ich mich zum Schluss nochmal auf Besuch freuen: Ich werde mit Peter London und Reading das Fürchten lehren; er ist der beste Englandbegleiter den man sich vorstellen kann, das weiß ich aus Erfahrung! Things to do: GameGossip-Treffen, vielleicht ein neuer Haarschnitt bei der Toni&Guy Academy und ein Screenplay mit Luke vorführen...!

Samstag, 16. Februar 2008

Austrian Culture Awareness Day

Diesmal sind wir alle an unsere Grenzen gegangen und haben sie zuweilen auch überschritten. Wenn Österreicher feiern, braucht sich keiner mehr einbilden er könnte mit einem Kater und einer leicht ungeordneten und klebrigen Küchen davonkommen. Nicht wenn man den "Zaubertrank" von Chris und seinen Landesgenossen gebraut bekommt, "die Kaltschale" den "Schenkelspreizer" oder wie auch immer man diese teuflische Mischung aus Vodka, Prosecco, Read Bull und Cocktailfrüchten nennen mag. Sein Bann breitete sich über alle Landesgrenzen hinweg aus, so dass unser sonst so puristisch lebender Engländer, Luke, schon bald tanzte, lachte und redete wie wenn es kein nächstes Mal mehr gäbe, um dann in seinem Zimmer dafür mit seinem Mageninhalt zu büßen. Doch auch ich wusste nicht mehr wie mir geschah, ich sah mich plötzlich auf meinem Bett, im nächsten Moment eine unschöne Mischung auf dem Teppich-Boden, dann Menschen die mir besorgt und verständnisvoll beistanden wenn es wieder mal soweit war...Nach einem frühmorgendlichen Annäherungsversuch eines weiteren Kaltschalenopfers brach Dämmerung über mich herein aus der ich erst erwachte als der Nachbar ungeduldig unseren Briefkasten schepperte (Klingeln gehören nicht zum Standard englischer Häuser). Er deutete auf zwei Mülltonnen und fragte ärgerlich: "What's this?!" Gerne hätte ich geantwortet, es seien zwei Mülltonnen, jedoch schien dies in Anbetracht seines gefährlichen Gesichtsausdrucks eine unangebracht provozierende Antwort zu sein. So antwortete ich irritiert: "I don't know, but it's very strange." Es war strange indeed, denn es waren seine Mülltonnen, die offenbar ein Verwirrter, der in den Zaubertrank gefallen war, mit einigen Bruchstücken aus der Schutthalde zusammen in unseren Vorhof gehievt hatte. So fielen an diesem Morgen so einige "Reperaturarbeiten" an, angefangen mit meinem Teppich bis über einen kohlschwarzen und rotweinbesudelten Boden hinaus. Es war uns vielleicht eine Lehre, und doch wissen wir tief in unserem Inneren, obwohl der März naht, es war noch nicht das letzte Mal, denn remember the best times are yet to come.