Donnerstag, 31. Januar 2008

Cornwall - heaven for everyone and pasties to shout about


Ein weiterer international trip, diesmal privat organisiert mit Julia und James, Chris, Stefan und Jan sollte alle bisherigen schlagen! Mit dem Vauxhall Safira chauffierte Chris uns zuerst nach Exeter mit seiner gigantischen Kathedrale, weiter nach Torquay und schließlich ins palmenbesiedelte Plymouth, das jedem Klischee über das verregnete England widersprach. Da es schon dunkelte suchten wir sofort unsere Bleibe, die wir leider mit einem langfristigen 8 bed dorm Bewohner teilen mussten. Nachdem wir Jan, der für schlappe 74 Pfund ("what shalls!") später mit dem Zug nach Plymouth nachgereist war, vom Bahnhof abgeholt hatten, verbrachten wir einen feuchtfröhlichen Abend in der 80er-Disco "Reflex". Dem Aussehen der Besucher nach lassen die Türsteher anscheinend nur unattraktive oder total abgestürzte Personen (zu denen wir dazuzurechnen sind) in den Club, aber sonst konnte man da nicht meckern: David Hasselhof blickte uns stolz von der Wand entgegen und durch die Musik fühlte man sich sofort in die Zeit Madonnas und des Mantas zurückversetzt. Zurück im Hostel fühlte sich der besagte Langzeit-Hostelbewohner in seiner Ehre angegriffen da wir es wagten, das Licht anzumachen. Daraufhin lehrte er uns RESPECT zu zeigen und untermauerte seine Lektion noch mit ohrenbetäubendem Schnarchen - tit for tat!
Am nächsten Tag genossen wir ein English Breakfast in Plymouth und zogen weiter nach Land's End, dem südlichsten und westlichsten Punkt der Insel: The most impressive coast I've ever seen! Wir dachten schon an ein Fernstudium von der Küste aus, aber spätestens als wir bemerkten dass man dort nicht mal ein Netz fürs Handy hat, bekamen wir Existenzängste und zogen wieder von dannen. Beim nächsten Halt musste der arme Jan im Salzwasser seine Lederjacke reinigen, he was shat upon by seagulls! Cornish Pasties stimmten ihn letztendlich aber wieder versöhnlich. Unser zweites Hostel war in Newquay, direkt am Meer! Es war ein wunderschöner Erlebnis mit einigen Carlsbergs und Strongbows bei Nacht den rauschenden Wellen zuzuhören, bis irgendein Scherzkeks einen Anschlag mit Eiswürfeln auf uns verübte - der Werfer wurde nicht identifiziert. Der nächste Tag war recht fahrtintensiv und der Kofferraumsitz des Safiras wenig beliebt. Bristol stellte sich dann aber doch als recht sehenswert heraus, so dass wir munter und zufrieden heil in De Beauvoir ankamen.

Dienstag, 15. Januar 2008

Reunion




Weihnachten und Silvester vergingen wie im Flug und ich finde mich nach einer Woche "Urlaub" (was heißt das schon im Leben eines Erasmusstudenten!) zusammen mit meinem Freund in der Realität einer südenglischen Stadt, nicht weit von London, wieder. Eine gelungene Wiedervereinigungsparty in der Star-WG der De Beauvoir Road gab uns allen am Freitag die britische Lockerheit und das alte, vorweihnachtliche Zusammengehörigkeitsgefühl zurück; hilfreich war hierbei vor allem die glorreiche Idee eines Engländers, alle Gäste (zwischen 30 und 40 an der Zahl) in den bathroom zu verfrachten, nur um erstens zu sehen, ob sich genug Dumme finden die mitmachen (bestätigt!!), und zweitens ob wir alle reinpassen (ebenfalls bestätigt!). Am Mittwoch machte ich mit Matthias bei einer klassischen Touritour London unsicher...auch machte London UNS gegen abend unsicher. Da wir Karten für das Musical "We Will Rock You" besassen, war unser Plan, den Bus zum Picadilly Circus zu nehmen und gemütlich zum Dominion Theatre zu schlendern. Unglücklicherweise stand zwar "Picadilly" vorne auf der Bus-Anzeigetafel, jedoch führte dieser uns letztendlich nach East Putney, so dass wir letztendlich nach Luft japsend 5 min nach Vorstelllungsbeginn im Theater eintrafen, wo freundlicherweise jemand extra da war, um sich um Trödeler wie uns zu kümmern. Das Musical war dann berauschend - wie auch sonst, wenn über 2 Stunden die besten Queen Songs ever gespielt und von viel Humor und einer netten Story umrandet werden? Ein Besuch in Oxford stellte 2 Tage später einen besinnlicheren Ausgleich zum hektischen London dar und wir besichtigten abermals das Christchurch College und seine wunderbare alte Kirche. Leider waren meine Schuhe, sowie auch die Socken bereits auf dem Weg zum Bahnhof vollkommen regendurchweicht - you have to get used to it - this is England. Heute hieß es, sich von Matthias abermals für 8 Wochen zu verabschieden; jedoch diesmal der Zeit in England etwas gelassener entgegenblickend.